Aktion UBERWACH! colaholiker.de : Rucksacktouristen im Berufsverkehr… *grrr*
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Rucksacktouristen im Berufsverkehr… *grrr*

Normalerweise sind die typischen Rucksacktouristen ja eher eine Erscheinung, die man besonders am Wochenende in Nahverkehrszügen trifft. Doch heute haben sich, sehr zu meinem Leidwesen, tatsächlich mal welche in “meinen ” Zug verirrt. Was auch immer die morgens um viertel vor Sechs in einem Zug wollen, wo jeder jeden kennt, weil eh immer die gleichen Gesichter drin sind.

Doch was ist an Rucksacktouristen eigentlich so schlimm?Betrachten wir uns einen typischen Vertreter dieser Gattung mal genauer. Von weitem sticht das namensgebende Element, der Rucksack ins Auge. Meistens hat er ungefähr die Abmessungen eines durchschnittlichen Dixi-Häuschens, das Gewicht eines mittleren schwarzen Lochs und verströmt Gerüche, die man nicht näher definieren möchte. Fest am Rucksack verflanscht ist meistens noch ein Zelt (aufgebaut 188 m² Wohnfläche, mit Küchenzeile, Bad mit Whirlpool und Dachterrasse), eine Luftmatratze (natürlich Kingsize, 2x2m Liegefläche, mit Bettkasten, und dazu der obligatorische Schlafsack, der natürlich mindestens bis -10°K winterfest ist. Aufgrund der Abmessungen und des Gewichts sowie sämtlicher Anbauteile verbietet es sich natürlich, daß dieses Trumm ins Gepäcknetz gelegt wird. Auch auf dem Boden abstellen ist keine gute Idee, denn dann würde der gemeine Rucksacktourist ihn nicht mehr aufsetzen können. Also bleibt er auf einem (vormals freien) Sitz stehen, da kann man ja wunderbar vornedran beim Aufsatteln in die Knie gehen und den Trümmer wieder ohne Rücksicht auf Verluste durch den Zug zur Tür schleifen.

Doch zum Rucksacktouristen gehört nicht nur ein Rucksack, sondern auch ein Tourist. Auch ohne seinen transportablen Hausstand auf dem Rücken leicht zu erkennen. Klamotten, die aussehen, wie dreimal blind in einen Altkleidercontainer gegriffen, Haare, die entweder fettig, zottelig oder “Dreadlocks” sein sollen (Kombinationen sind selbstverständlich erlaubt), der obligatorische Palästinenserfeudel um den Hals, und die letzte Dusche irgendwann zwischen Steinzeit und Mittelalter. Egal, ob Männlein oder Weiblein, selbstverständlich unrasiert, …
Und dann natürlich mit Vorliebe neben mich setzen… womit habe ich das verdient?

Ich glaube, was man an dieser Art des Reisens finden kann, werde ich nie verstehen. Ich habe zwar auch tagtäglich einen Rucksack dabei – aber der hat ungefähr die Größe, daß man einen Leitz-Ordner drin versenken könnte, und dann ist Feierabend. Und wenn ich verreise, dann ziehe ich einen Trolley hinter mir her, der wunderbar in die Gepäckablage paßt. Ist doch viel praktischer… außer man macht Wandertouren oder sowas. Aber in Fahrzeugen oder Flugzeugen ist ein Trolley doch wirklich die bessere Alternative.

Nicht von Kofferherstellern für dieses Posting bezahlt werdende Grüße,

-Corny

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