…habe ich hier meine Berichterstattung völlig vergessen, doch das möchte ich jetzt nachtragen.
Donnerstag und Freitag standen ja unter dem Zeichen des Lokführerstreiks. Ich muß mir da direkt keine Gedanken machen, da ich nicht auf die DB angewiesen bin. Wenn ich die S-Bahn weglasse, und stattdessen die Straßenbahn zum Hauptbahnhof nehme, brauche ich zehn Minuten mehr, komme aber genauso an.
Als Träger eines DB-Rucksacks habe ich eigentlich am Donnerstagmorgen schon Schläge erwartet, als ich auf den Bahnhof zugelaufen kam – aber nichts. Außer ein paar Ü-Wagen, deren automatische Satelittenschüsseln gerade am Suchen waren. Die Hinfahrt verlief ohne Probleme – einen so leeren Hauptbahnhof habe ich sonst nur am Sonntag nach 23 Uhr gesehen.
Zurück gab es dann ein paar Minuten Verspätung, da die Züge über die S-Bahn-Strecke umgeleitet wurden, um dort Fahrgäste aufzunehmen. Naja, kann man mit leben, war halt nur gut kuschelig – so ein kleiner Triebwagen hat eben doch weniger Fassungsvermögen als eine S-Bahn.
Freitag so in etwa das gleiche, nur morgens etwas voller, mittags etwas leerer.
So war die erste Woche rum, und um genau zu sein, bin ich mir immernoch nicht sicher, was jetzt die bessere Alternative ist. Deswegen habe ich den Test um eine Woche verlängert. Heute hat’s mit der S-Bahn wieder gut geklappt, da gibt es im Moment echt nichts zu motzen.
Wäre da nicht dieses widrige Wetter.. morgens an der Haltestelle friert man sich tot, wenn man sich nicht dicker anzieht. Tut man es doch, schwitzt man sich dafür im Büro kaputt…
Vielleicht kommt mir noch die Erleuchtung, wir werden es sehen. Ich muß jedoch neidlos zugeben, daß trotz Streik größere Verspätungen bisher ausgeblieben sind.
-Corny
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