Aktion UBERWACH! colaholiker.de : Zwei weitere Tage sind vergangen…
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Zwei weitere Tage sind vergangen…

…und so wirklich übereugt bin ich momentan nicht.

Gestern habe ich mal eine alternative Verbindung ausprobiert, die zwischen Straßenbahn und dem FKE-Abschnitt noch eine S-Bahn einschließt und  zehn Minuten kürzer ist. Soweit so gut, dafürhat man aber anstatt einmal das Problem “kein Sitzplatz” das ganze in jeder Bahn, man steht am Bahnhof Höchst in der Kälte rum, anstatt in der halbwegs windgeschützten Halle des Hauptbahnhofs, und die zehn Minuten machen es eigentlich nicht wirklich aus.

Zurück hat’s gestern wieder ewig gedauert, die FKE stand wieder ewig lange in Höchst rum und braucht zum Huptbahnhof wesentlich länger als die S-Bahn mit ihren zwei Planhalten unterwegs. Wenigstens kommen die Züge in Kelkheim momentan relativ pünktlich.

Heute morgen sind mir dann zwei eklatante Nachteile des Systems aufgefallen. Erstens: Wenn man mal fünf Minuten länger im Bett liegen bleiben will, ist man erst eine halbe Stunde später bei der Arbeit, anstatt nur fünf Minuten, wie mit dem Auto, und zweitens ist es morgens an der Straßenbahnhaltestelle sch*-kalt. Am Oberkörper löst eine dicke Jacke das Problem schnell und unkompliziert – aber an den Beinen… *brrrrrrr* Und so Scherze wie “lange Unterhose” sind leider nicht Bürokompatibel. Dort sitze ich direkt an der (voll aufgedrehten) Heizung, und einige Kollegen, die am entfernten Ende des Raumes sitzen, frieren sogar noch wenn es bei ihnen 25° hat. (Dann hat es bei mir schon weit über 40° – also das doppelte von dem, was ich als “wärmer muß es nun wirklich nicht sein” bezeichnen würde. ;-) ) Also ist alles an “dick einpacken” was man nicht problemlos ablegen kann, definitiv nicht angebracht.

Naja egal, die Verbindungen haben heute morgen wieder gut geklappt, auch wenn ich das S-Bahn-Teilstück eigenmächtig am Hauptbahnhof beendet habe, um schon dort umzusteigen (siehe gestern). Zurück habe ich es diesmal ausprobiert, in Höchst auf die S-Bahn umzusteigen, trotz anderslautender Informationen eines Insiders war die S2 pünktlich, und ich nichtmal eine Stunde nach Verlassen  des Büros daheim. (Mit dem Auto bin ich in letzter Zeit auch nicht schneller gewesen.)

Jetzt bleibt eigentlich nur noch abzuwarten, was die nächsten zwei Tage mit ihrem GDL-Lokführerstreik bringen. Ich werde jedenfalls auf die S-Bahn verzichten, auch wenn’s dann mal wieder länger dauert.  Und wenn es morgen dann doch zu arg wird, nehme ich am Freitag einfach einen Tag Urlaub.  Der muß sowieso noch bis zum Jahresende weg.

Hin und her gerissene Grüße,

-Corny

{ 2 } Comments

  1. Humpty | Mittwoch, 14. November 2007 um 20:15 | Permalink

    Ich finde diesen “Selbstversuch” sehr interessant, weil die tägliche Fahrt zur Arbeit und die Wahl zwischen Auto und ÖPNV aus der Sicht von jemandem geschildert wird, der tatsächlich die Wahl hat und auch offen an die Sache rangeht. Solche Leute sind es ja auch vor allem, die es zu überzeugen gilt, wenn man mehr Leute vom Auto auf die Schiene/in den Bus bringen will. Leute, die ohnehin mit der Bahnfahren müssen (z.B. Schüler) oder überzeugte Bahn- bzw. Autofahrer sind, sind da weniger spannend.
    Ich glaube aber auch, dass solche Sachen wie das Frieren an der Haltestelle oder der fehlende Sitzplatz nur für überzeugte Bahnfahrer dauerhaft kein Problem darstellen. Naja, die Zeiten, wo man sich zwischen einer warmen Wohnung und der Fahrt mit dem eigenen Auto entscheiden muss, werden kommen. ;-)

  2. Corny | Mittwoch, 14. November 2007 um 20:45 | Permalink

    Eigentlich bin ich jemand, der den ÖPNV schon deutlich bevorzugt. Würde ich direkt hier in der Stadt arbeiten, wäre es für mich gar keine Frage, welches Verkehrsmittel ich nehmen würde. (Alternativ auch an anderen, hervorragend angebundenen Ecken, wie z.B. dem Flughafen).

    Die Situation ist halt momentan eine Gratwanderung – es ist echt ein ganz schmaler Streifen zwischen “ÖPNV hat deutliche Vorteile” und “PKW hat deutliche Vorteile”. Was den Sitzplatz angeht – ich sitze den ganzen Tag, ich brauche ihn nicht um des Sitzens willen. Nur wenn ich die Fahrzeit halbwegs sinnvoll nutzen möchte, indem ich z.B. was lese, brauche ich einen Sitzplatz. Ich kann im Zug nicht lesen, während ich stehe – dann falle ich nämlich spätestens beim nächsten Anfahren oder Bremsen gewaltig auf die Schnauze. So voll, daß Umfallen unmöglich ist, ist es um die Zeit noch nicht… ;-)

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